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Einen Hund anzuschaffen,
ist leicht. Ihn zu behalten, zu halten und mit ihm täglich zu
leben, ist viel schwieriger.
Ihr Hund wird nämlich nicht von alleine zu dem Hund, den Sie
sich gewünscht haben.
(aus: Braver Hund!
von Katharina v.d. Leyen)
"Warum noch eine Website über Hunde?!"
Könnte man jetzt, die Hände hinterm Kopf zusammen geschlagen,
aufschreien.
Aber halt, diese Website ist ein klein wenig anders,
denn sie wird keine
"superlustigen" Geschichten erzählen, wie rosarot und zuckerwatteweich
doch das Leben mit einem ("gebrauchten") Hund sei.
Meine Website beschäftigt
sich primär mit Hunden, die bereits ein weniger schönes Leben
hinter sich haben, kann aber auch so ziemlich für Alles stehen:
-
Für die Pfote von der Straße, die es nicht gelernt oder wieder
verlernt hat, dass Menschen auch gut
und nützlich sein können.
- Für die Nase aus schlechtem Vorbesitz oder vom skrupellosen
Vermehrer.
- Für einen "normalen", umgänglichen Hund, der (warum auch
immer) ein neues Zuhause sucht.
- Oder einfach nur für einen Welpen, dem man alles beibringen muss, um ihn zu einem sozial
verträglichen,
sicheren Hund zu machen.
Eines haben alle "Baustellen" gleich: uns Zweibeiner, die die
Verantwortung und Aufgabe übernehmen wollen oder schon übernommen haben, behutsam und mit Bedacht
ihr Werk zu meistern, damit es nicht zu einem Zusammenbruch kommt.
Scheitern kann verhindert werden, indem sich jeder, der einem
(Straßen)Hund ein Zuhause geben möchte, bereits im Vorfeld
eingehend - also: bis kurz vor die Bewusstlosigkeit - mit der
Thematik auseinander setzt und kontinuierlich am Ball bleibt.
Sich einen "normalen", "unverdorbenen" Hund zu holen, zu erziehen, ihn ins Leben zu
integrieren und artgerecht zu halten ist an sich kein Hexenwerk,
wenn man seinem Hund nicht einfach nur hat, sondern mit ihm lebt - sprich: wenn Mensch bereit ist, seine (Körper)Sprache zu erlernen,
um sich auch auf hundisch unterhalten zu können.
Etwas anders sieht es dagegen bei Hunden aus, deren Start bzw. Leben
bislang kein "Waldorf-Ponyhof" war.
Hier reicht es absolut nicht, einen Hund von der Straße nach Hause zu holen, ihn von vorn bis hinten zu bedienen ("er hatte
es ja sooo schwer"), ihn pausenlos mit Fistelstimme voll zu
texten, keine Minute die Finger von ihm zu lassen und Fertig.
Ein Straßenhund bedeutet einen Zacken mehr Verantwortung, Umsicht
und Arbeit: einfachste, gewohnte Handgriffe oder Bewegungen, denen
wir (und ggf der bereits vorhandene Hund im Haushalt) keine
besondere Bedeutung mehr beimessen, können bei Straßenhunden böse
Erinnerungen wecken und zu einem Verhalten führen, das sich der Mensch
- erst mal - nicht erklären kann.
Im schlechtesten Fall, ist der "ach so große Tierfreund" dann nicht bereit oder fähig
genug, sich der Problematik zu stellen und dem Hund die Zeit zu zugestehen, die er
schlichtweg braucht, um zu verstehen: Hier kann ich ich
sein.
Aus Unsicherheit, Ungeduld, Unkenntnis oder schlichte Ignoranz seitens
des Menschen, wird der Hund
schnell als "gestört" abgestempelt und wieder weg gestoßen - das
hätte man sich bereits im Voraus überlegen können.
Was mit Panda auf mich zukommen würde, konnte ich
im Vorfeld nur erahnen - zumindest beschäftigte ich mich mit der
Thematik schon einige Jahre in der Theorie durch Hören-Sagen-Lesen.
Da es mich nun praktisch treffen sollte, war es ein unumgängliches
Must-do!, mir zusätzlich zu meinem bisherigem Hundewissen
spezifizierten Input zu holen: Erfahrungsberichte, Informationen und
Tipps von langjährigen Straßenhundehaltern sowie seriösen
Tierschützern, Besorgen von entsprechendem Lesestoff und Rücksprache mit einer
befreundeten Hundetrainerin,
um im Fall der Fälle bestens gewappnet zu sein und bei
Eventualitäten bewusst (re)agieren
zu können.
Die Idee zu dieser Website entstand knapp am Ende der ersten
Woche mit Panda, nach Lektüre von Nina Taphorns bereits
erwähntem Buch, aufgrund von teilweise sehr widersprüchlich
wirkenden Beobachtungen sowie der Tatsache, dass ich bereits
nach der ersten Woche mit Panda auf meine äußerliche
Erscheinung angesprochen wurde, ob ich krank gewesen sei, weil
ich so mitgenommen aussah. - Täglich 24 Stunden
"Dauerbereitschaft" hinterlässt ihre Spuren, ob man will oder
nicht.
Mit meiner Website möchte ich wachrütteln was "Tiersch(m)utz"
betrifft: nach
Fertigstellung und Veröffentlichung von "Baustelle" Hund,
fragte ich einige bekannte sowie fremde Webinhaber bzgl.
Verlinkung an.
Die Einen fanden diese Website "längst überfällig", Andere
wiederum lehnten eine Verlinkung aufgrund meiner oftmals
kritischen, nichts beschönigenden Sicht der Dinge kategorisch
ab, um den Schein einer Traumwelt weiterhin wahren zu können.
Welche Aspekte für Sie in Frage kommen und interessant sind,
können nur Sie selbst beantworten. Bereit?!
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