Fassung bewahren 2

 


Was verändert sich für mich als Halter eines herzkranken Hundes?

Wie sonst auch… oder Wie immer… gibt es in Eurem Leben ab sofort nicht mehr – sehr Vieles hat sich verändert. Nicht zuletzt das eigene Bewusstsein über Vergänglichkeiten und noch mehr Wertschätzung des Lebens, der verbleibenden gemeinsamen Zeit.

Hoch sensibilisiert achtest Du ab sofort auf die kleinste Kleinigkeit im Befinden und Verhalten Deines Hundes – bist schlimmer und nerviger, als es Deine Mutter Dir gegenüber jemals hätte sein können.

Du bist massiv versucht, ihn in Watte zu packen und jede noch so geringe Aufregung (egal ob positiv oder negativ) von ihm fern zu halten – der Hund versteht das nicht, wird unsicher, ängstlich (ist erst recht nicht mehr der, den Du kennst) und Du gehst dabei innerlich fast selbst drauf.

Wenn Du für Dich bist, weder Dein Hund noch sonst jemand Dich beobachtet, bricht das Gefühlschaos explosionsartig aus Dir raus – halt Dich gut fest!

Wer das Glück hat, wirkliche Freunde oder seine Familie in unmittelbarer Nähe zu haben, sollte diese jetzt in Anspruch nehmen und sich auffangen lassen. Steht man eher (bzw. auf einmal) alleine da und muss mit dieser Situation klar kommen, wäre es jetzt an der Zeit, den lang erdachten Urlaub zu machen.

Einfach mal ein paar Tage weg von Allem: von falschen Freunden, von Heuchlern, von dem „bösen“ Ort der Diagnose!

Tapetenwechsel: Gut weit weg, das Handy aus (Diesmal bist du für Niemanden erreichbar! Diesmal ist es dir völlig egal, wie es Anderen geht, ob und welche Probleme sie haben!), in anderer Umgebung den Kopf wieder klar bekommen, frei von Stress und anderen Verpflichtungen darüber nachdenken: was nun wie zu tun ist, damit man gemeinsam wieder annähernd die Lebensqualität und -freude erreicht, die man „vorher“ hatte.

Viel Glück und alles Gute!

>> Literatur